Sonderausstellung
30. Jänner bis 01. Mai 2016

Zeitzeichen
Der Zeichner Egon Goldner

Das Werk Egon Goldners ist einzigartig: Strich um Strich entwickelt der Künstler Stimmungslandschaften in Tusche. Einem Seismografen gleich setzt der gelernte Buchdrucker seine Schraffuren aufs Blatt. In diesen konzentrierten Kompositionen verbildlicht er Eindrücke und Gefühle als eine Art illustriertes Tagebuch. Nach reger Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland verschwand Egon Goldner mit Anfang der 1990er Jahre, zog in ferne Länder und brach sämtliche Kontakte nach Hause ab. Einer kleinen, aber wertschätzenden Kunstgemeinde blieb er freilich im Gedächtnis. Seit einigen Jahren lebt Egon Goldner wieder in Österreich – sein Schaffensdrang ist ungebrochen. Richard Bösch, langjährigem Weggefährten und Künstlerkollegen, ist zu verdanken, dass das Werk Goldners in einer Retrospektive gewürdigt wurde.

Sommerausstellung

11. Juni bis 26. Oktober 2016

Bergauf Bergab.
10.000 Jahre Bergbau in den Ostalpen

Die Rohstoffvorkommen der Ost- und Südalpen motivierten bereits in urgeschichtlicher Vergangenheit Bergbau. Die Suche nach Metallen und Salz führte oft erst zur Besiedlung der alpinen Landschaften. Heute sind uns diese Zusammenhänge nicht mehr bewusst. Die Alpen werden von den meisten Menschen als Verkehrshindernis oder als Freizeitpark wahrgenommen. „Bergauf Bergab“ erzählt von der Frühgeschichte des alpinen Bergbaus, von den Alpen als Lebensraum. Gezeigt werden dazu mehr als 600 – vielfach hochkarätige – Objekte. Die Ausstellung ist in Kooperation des Deutschen Bergbau-Museums Bochum und des Forschungszentrums HiMAT mit dem vorarlberg museum entstanden und wird von einem wissenschaftlichen Band und einem Katalog begleitet.

Sonderausstellung

Der Fall Riccabona

Aufstieg und Niedergang, Erfolg und Scheitern, Liebe und Trennung – im „Fall Riccabona“ wird eine ganz normale und doch ziemlich verrückte Familiengeschichte rekonstruiert. Eigentlich geht es um mehrere Fälle: den Fall einer großen Liebe, einen Arisierungsfall, den Fall eines jungen Mannes, der ohne Gerichtsverfahren inhaftiert wird, den Fall einer gescheiterten Ehe und nicht zuletzt um den Fall eines beruflichen Scheiterns, das eine künstlerische Karriere erst möglich macht. Der Rassenwahn der Nationalsozialisten gefährdete die Riccabonas aufs Äußerste. Nur mit Glück und Hilfe von Freunden überlebte die Familie in Feldkirch diese Zeit.

Aber gab es nach 1945 einen Weg zurück in die Normalität?