Sonderausstellung

Wacker im Krieg. Erfahrungen eines Künstlers

Für Rudolf Wacker (1893–1939) war der Krieg nie zu Ende. Der 1. August 1914, als er von Bregenz aus in den Krieg zog, und der 14. September 1920, als er aus fünfjähriger Kriegsgefangenschaft in Sibirien nach Bregenz heimkehrte, blieben für den Maler zeitlebens die wichtigsten Erinnerungstage. Die Ausstellung veranschaulicht, wie Wacker im sibirischen Lager zum Künstler wurde, und welche Auswirkungen Krieg und Gefangenschaft auf sein weiteres Leben und Schaffen hatten.

 

In Zusammenarbeit mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek, die den schriftlichen Nachlass des Künstlers verwahrt.

Bespielung 2. OG

Intervention im Museum | Ausstellung

im Druckwerk Lustenau, Hofsteigstraße 21

 

Ein radikaler Umgang mit der Sammlung zeitgenössischer Kunst des Landes Vorarlberg: Die Kuratoren Severin und Pirmin Hagen machen durch Verzicht auf die Sammlung aufmerksam – fünf Schaufenster im zweiten Stock bleiben leer. Stattdessen kann man dort den Künstlern über sogenannte Sound-Duschen acht Stunden beim Philosophieren zuhören. Es geht den beiden dabei nicht um einzelne Werke, sondern um prinzipielle Fragen des Sammelns und um allge-meingültige Ordnungsprinzipien. Sie behaupten: Fünf Kategorien sind ausreichend, um die Sammlung zeitgenössischer Kunst neu zu sortieren. Jeder dieser Kategorien widmen die Hagen-Brüder bis 2020 eine Schau im Druckwerk Lustenau.

 

Die dritte Ausstellung „Freie“ Schülerarbeiten von 15-jährigen Knaben ist vom 19. Februar bis 26. Mai zu sehen.

 

Die vierte Ausstellung „I‘m the Indian of the group“ ist vom 17. September 2019 bis 05. Jänner 2020 zu sehen.

 

 

Sonderausstellung

Getting Things Done. Evolution of the Built Environment in Vorarlberg

In weltweit rund 30 Städten war diese Wanderausstellung über die neuere Architektur und Handwerkskunst Vorarlbergs bisher zu sehen. Ehe das vorarlberg museum die von Wolfgang Fiel kuratierte Ausstellung in die Sammlung übernimmt, wird Getting Things Done noch einmal gezeigt. 230 Projekte geben einen Überblick über die Entwicklung der sogenannten Vorarlberger Bauschule, von ihren Anfängen in den späten 1950er Jahren bis in die Gegenwart. Anhand von Fotografien, Plänen, Texten und Interviews werden die Bedingungen dieser Erfolgsgeschichte nachvollziehbar: eine Mischung aus innovativen Architekten und Bauherren, ein profundes Wissen um lokale Baumaterialien und die Qualität der Landschaft, liberale Baugesetze und der hohe Stellenwert von Tradition und innovativem Handwerk.

Ausstellung im Atrium

„Die Glocken herunter in eiserner Zeit“ Glockenabnahmen im Ersten Weltkrieg

08. Dezember 2018 bis 17. März 2019

 

Anlässlich des Gedenkjahres 1918 – 2018 erzählt das multimediale Ausstellungsprojekt  „Die Glocken herunter in eiserner Zeit“ von einem Detailaspekt am Rand des Kriegs. Während des Ersten Weltkriegs wurden auch in Vorarlberg unzählige Kirchenglocken für die Kriegsindustrie eingeschmolzen. Aber erst der  Verlust der Glocke macht ihre Bedeutung für einen Ort, für dessen Bewohner spürbar. Das Ausstellungsprojekt wirft nicht nur einen anderen Blick auf die Heimatfront, mit Zuhilfenahme von „Virtual Reality Brillen “ wird dabei auch ein neuer Zugang zu Geschichte gewählt. Ein Versuch, Vergangenheit  sinnlich erlebbar zu machen.

 

Das virtuelle Erlebnis entstand in Zusammenarbeit mit ixxy, rootinteractive und attic sound Brighton/UK.

 

Sa, 9. März 2019, ganztägig

Exkursion nach Innsbruck: Glockengießerei Grassmayr und Ferdinandeum

Im Rahmenprogramm zur Ausstellung Die Glocken herunter in eiserner Zeit führt die Exkursion in eine der weltweit größten Glockengießereien und im Anschluss in das Tiroler Landesmuseum Ferinandeum nach Innsbruck.

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Ausstellung im Atrium

Grid Marrisonie: Marienheim

Fotografien | Installationen | Lyrik

Die Künstlerin Grid Marrisonie zeigt ihre 2012 entstandene Fotodokumentation über das leerstehende Bregenzer Marienheim. Die mit einer analogen Kleinbildkamera aufgenommenen Bilder sind eine Erinnerung an den Ort und an die Menschen, die mit ihm verbunden waren. Agathe Fessler (1870 – 1941) gründete 1905 das Marienheim, um entlassenen Dienstbotinnen zu helfen. Die Geschichte dieser engagierten Frau, die als Pionierin der modernen Sozialarbeit in Vorarlberg gilt, erzählt die Künstlerin mithilfe von Installationen. Persönliche Dokumente und ein Tagebuch erlauben weitere Einblicke in Fesslers Leben und Wirken, zeigen unter anderem, dass sie aufgrund ihres selbstbewussten Auftretens der kleinstädtischen Bevölkerung suspekt war und ihre Aktivitäten sabotiert wurden.