Ausstellung im Atrium

Mythos Idylle Maisäß Künstlerresidenzen auf Montafoner Maisäßen 2016 – 2018

Die sonnenverbrannten Holzhütten und Ställe, die sich idyllisch an die Berghänge des Montafon schmiegen, sind heute vielen ein Erholungs- und Sehnsuchtsort. Früher bedeuteten sie harte Arbeit für die Bauern: Sie rodeten den Wald, bauten Hütten und zogen mit ihren Tieren dem Futter hinterher, um die Weiden im Tal zu schonen. Diese Geschichte wird heute von idyllischen Maisäß-Bildern überlagert. Wie sind diese Bilder entstanden? Wer erzeugt und verbreitet sie? Inwieweit deckt sich die Idylle mit dem Erlebten? Was sind Maisäße heute? Die Künstler Bernhard Garnicnig, Matthias Garnitschnig, Claudia Larcher und Tobias Maximilian Schnell haben eine Künstlerresidenz auf einem Montafoner Maisäß bezogen und sind in ihren Arbeiten diesen Fragen nachgegangen.

 

Eine Kooperation von KAIROS, dem vorarlberg museum, den Montafoner Museen und dem ORF Vorarlberg.

 

neue Kernausstellung

Weltstadt oder so …

Brigantium im 1. Jh. n. Chr.

Ein Forum groß wie ein Fußballfeld, eine Therme, das Handwerks- und Händlerquartier am Bregenzer Tschermakgarten – die öffentlichen und privaten Bauten aus dem Brigantium des 1. Jh. n. Chr. beflügeln die Fantasie. War Bregenz zur Römerzeit eine Stadt? Die Vermutung liegt nahe, aber der eindeutige Beweis fehlt. Während sich die Ausstellung Römer oder so … damit befasste, wer im hiesigen Gräberfeld begraben worden war, geht es in Weltstadt oder so … um das Zusammenleben im „Ort“ Brigantium. Wurden hier die Aufgaben einer Kommune erfüllt? Gab es eine Verwaltung, ein Steuer- und Sozialwesen? Wie war das wirtschaftliche und religiöse Leben organisiert? Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und archäologischer Funde lädt die Ausstellung ein, über Brigantium, seine Bewohner und Besucher zu spekulieren.

 

Sonderausstellung

Reinhold "Nolde" Luger: Grafische Provokation

Ob beim Flint-Festival (1970/71) oder den Bregenzer Randspielen (1972 – 1976) – der Grafiker Nolde Luger war einer der Anführer der kulturellen Protestbewegung in Vorarlberg und lieferte die passenden Drucksorten gleich mit: bissige Plakate, Karikaturen, Pamphlete und Flugblätter. Später, 1983 – 2003, entwarf er für die Bregenzer Festspiele zeitlos schöne Plakate zu sämtlichen Opernproduktionen. Heute kennt beinahe jeder in Vorarlberg Arbeiten des Grafikers: die Logos von Städten und Gemeinden, die Gestaltung von Stadt- und Landbusflotten und den typischen Stelen an den Haltestellen, die Leitsysteme in Gebäuden und öffentlichen Räumen. Eingebettet in den kultur- und zeitgeschichtlichen Kontext bringt die Ausstellung zahlreiche Beispiele aus Lugers konstruktiv kritischem Schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Landesbibliothek.

Ausstellung im Atrium

Alfred Seiland: Imperium Romanum

Was genau blieb vom einst mächtigen Römischen Imperium? Mit dieser Frage befasst sich der österreichische Fotokünstler Alfred Seiland (geb. 1952) in seinem groß angelegten fotografischen Projekt Imperium Romanum. Seit 2006 dokumentiert er architektonische und landschaftliche Spuren der römischen Antike rund um das Mittelmeer und in den angrenzenden Gebieten. Im Zentrum steht dabei, wie die Menschen der Gegenwart mit den historischen Stätten umgehen, was die moderne Zivilisation, was Alterungs- und Verwitterungsprozesse aus den Überresten der Antike machen. In seinen Fotoarbeiten thematisiert Alfred Seiland Spannungsfelder zwischen historischem Kapital und zeitgenössischer Vermarktung, musealer Pflege und touristischer (Ab-)Nutzung, zwischen Erhaltung und Zerstörung des antiken Erbes.