Ausstellung

ganznah. Landläufige Geschichten vom Berühren

„ganznah“ ist nach „Sein & Mein“ die zweite Ausstellung im Format SICHTEN. Dieses Ausstellungsformat, das mit Wiedereröffnung des Hauses im Jahr 2013 startete, hat Vorarlberg als Rahmen und Bezugsraum. Ziel ist es, einen anderen Blick auf das Land zu werfen, unerwartete Geschichten zu Tage zu befördern und Potentiale (Sammlungs-, Erzähl- und Erinnerungsressourcen) offen zu legen. 2016 steht das Thema „Berührung“ dabei im Fokus des Interesses.

 

Ein Trapezkünstler aus Feldkirch, der im weltberühmten Zirkus Sarrasani auftrat; eine Krankenschwester, die Geräte rundum die Pflege sammelt; ein Imam, der rituelle Totenwaschungen vornimmt; eine Tänzerin, die eine stolze Tradition aufgreift und dann doch ganz eigene Wege geht... Diese weit voneinander entfernten Lebenswelten sind sich in einem ganz nah: Berührung verbindet sie.
Erzähl- und Erinnerungsfragmente entfalten ein Panorama der Berührungskulturen. Berührung kann grenzüberschreitend sein und provozierend, kann Bedrohung oder Lustgewinn bedeuten, Urvertrauen schenken und Profession sein. ganznah – eine Grammatik des Berührens zwischen Bedürfnis, Tabu und Verweigerung.


ganznah: eine Grammatik des Berührens zwischen Bedürfnis, Tabu und Verweigerung.

 

 

Projektleitung: Theresia Anwander

Kuratorische Leitung: Robert Gander

Kurator: Bruno Winkler

Gestaltung: Julia Landsiedl