Wer liegt da begraben? Archäologische Detektivarbeit bei den Römern

1.100 Gräberfunde aus der Römerzeit sind Ausgangspunkt für die unterschiedlichsten Fragestellungen in der Ausstellung Römer oder so: Was ist noch erhalten geblieben? Wie alt sind die Fundstücke? Gehörten sie einem Mann oder einer Frau? Wer lebte überhaupt in Brigantium und woher will man das eigentlich alles so genau wissen? Die SchülerInnen erfahren durch ihre eigene Erforschung der Objekte, wo Wissen aufhört und Spekulation beginnt. In Anlehnung an die Ausstellung stehen im Kreativteil Schmuck, Mosaike oder ein römisches Spiel auf dem Programm.

Als Grenzsoldat in Brigantium

Fredegastus, ein Mann in der Kleidung und Bewaffnung aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. tritt uns gegenüber. Er berichtet, wie er aus Germanien nach Brigantium kam und zum römischen Grenzsoldaten wurde. Ein Teamspiel verdeutlicht seine Schwierigkeiten mit der fremden Sprache. Er beschreibt, wie fremdartig ihm die Lebensweise der Römer zunächst erschien. Anschaulich erfahren die SchülerInnen, wie Grenzbefestigung, Bewaffnung und die Kleidung der Zeit aussahen. Gemeinsam entdecken wir, welche Grabbeigaben es gab und welche Aussagen Grabfunde über die Verstorbenen machen oder auch nicht machen können. Der Brückenschlag zur heutigen Zeit gelingt über die eigenen Erfahrungen der SchülerInnen und es stellt sich bald heraus, dass wir viele Gemeinsamkeiten haben mit dem Grenzsoldaten vor über 1.600 Jahren.

Reise in die magische Römerwelt

Zunächst besuchen wir die Ausstellung Römer oder so. Anschließend reflektieren wir das damalige Leben der Römer. Die Schüler/Innen suchen sich eine Rolle aus, die sie in der Römerausstellung besonders beeindruckt, berührt, fasziniert hat. Gemeinsam wird daraus eine Geschichte erarbeitet, wir verkleiden uns und spielen die Geschichte auf der Spielbühne. Durch das Rollenspiel wird die Römerzeit nacherlebt und mit den eigenen inneren Bildern verknüpft. In Kooperation mit dem Verein Spiellernraum.