Die dritte Dimension – 3-D-Fotografie

Der Bregenzer Norbert Bertolini (1899 – 1982) fotografierte in den 1930er Jahren mit seiner Stereokamera das Vorarlberger Bürgertum. Mit seinem Cabrio erkundete er die Umgebung und hat dabei beeindruckende Bilder gemacht, die wir nur durch eine spezielle Brille betrachten können. Wir experimentieren mit der Technik und gehen den Motiven nach, die für eine 3-D-Fotografie geeignet sind. Dabei erstellen wir unsere eigenen 3-D-Bilder und zugleich auch die Betrachtungswerkzeuge. Vom „stillen“ Bild machen wir dann noch einen Abstecher zum „bewegten“ Bild (3-D-Kino). Mit diesem Wissen kann die Entdeckungsreise in die 3-D-Welt beginnen.

Auf der Suche nach dem eigenen Ich. Rudolf Wackers Erfahrungen in Krieg und Gefangenschaft

Wer bin ich? Welche Talente habe ich und wie kann ich sie einsetzen? Wo finde ich meinen Platz in der Gesellschaft? Diese Fragen stellen sich alle Menschen, vor allem im Jugendalter oder als junge Erwachsene. Der Künstler Rudolf Wacker wurde im Alter von 21 Jahren Soldat im Ersten Weltkrieg und geriet bald in Kriegsgefangenschaft. Weit weg von seiner Familie, gequält von Hunger und den Haftbedingungen, konnte er seine künstlerische Tätigkeit nur unter großen Anstrengungen weiterentwickeln. Aus der Gefangenschaft zurückgekehrt, hatte er es schwer, als Maler Fuß zu fassen. An ausgewählten Selbstporträts aus den unterschiedlichen Lebensphasen Wackers vollziehen die SchülerInnen seine Entwicklung und seine Sicht auf die Welt und auf sein Ich nach.

Wo ist die Kunst?

Diese Frage stellten BesucherInnen immer wieder. Jedes Stockwerk und jede Ausstellung bietet eine Fülle an Kunstwerken: Grafiken nach Angelika Kauffmann, gotische Skulpturen, zeitgenössische Kunstfotos, Gemälde, Objektkunst …

Die SchülerInnen machen sich auf die Suche nach der Kunst im Museum und entdecken die Vielfalt Vorarlberger Kunstschaffens quer durch die Epochen, Stilrichtungen und Techniken. Künstlerisch inspiriert können im Atelier verschiedenste Techniken und Materialien ausprobiert und der eigenen Kreativität freien Lauf gelassen werden.

Druckfrisch – Original oder Fake?

Im vorarlberg museum finden wir viele Originale. Was sind eigentlich Druckgraphiken? Zählen sie als Original oder sind es Fälschungen? Wir betrachten Druckplatten, Druckstöcke, Stoffmuster und Graphiken in der Ausstellung und versuchen eine Antwort darauf zu finden. In den Ateliers entstehen anschließend Druckstöcke aus unterschiedlichen Materialien, mit denen erste eigene Druckversuche gemacht werden.

Ein Steinblock mit Blüten?

In der Fassadengestaltung für den Neubau des vorarlberg museums zeigen sich Architektur und Kunst im wahrsten Sinne des Wortes aus einem Guss. Doch was hat es mit Domino-13 auf sich? Die Ideen der Architekten Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur verbinden Alt und Neu, was sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gebäudes veranschaulicht wird. „Fühlen erwünscht“ heißt es bei den verwendeten Baumaterialien. Im Workshop stehen die Ateliers zur Umsetzung eigener Architektur-Modelle bereit.