Ausstellungsprojekt „Gefährliche Herkunft“

Das Projekt inkludiert die Aufnahme und Verarbeitung eines Privatnachlasses, der sich im Besitz von Nachkommen der Feldkircher Familien Perlhefter und Riccabona befindet und dankenswerterweise dem vorarlberg museum zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt wurde. Das Projekt umfasst neben der Aufarbeitung des Familiennachlasses auch Recherchen in öffentlichen Archiven und Interviews, sowohl mit Experten als auch Zeitzeugen. Die Forschungen sollen ein Buchprojekt vorbereiten, das die Geschichte der Familien aus verschiedenen Perspektiven analysiert. Die Forschungsresultate sollen darüber hinaus in einer Ausstellung des vorarlberg museums präsentiert werden. In einer begleitenden Vortragsreihe sollen die Ergebnisse öffentlich präsentiert und diskutiert werden.

Das Projekt zu den Familien Perlhefter und Riccabona thematisiert die ambivalente Situation des vermeintlich sicheren und behaglichen bürgerlichen Lebens in Feldkirch zwischen 1900 und 1914, das Überstehen des Weltkrieges und der Nachkriegskrisen bis 1938, aber auch das Zerbrechen dieser Welt der bürgerlichen Werte und Sicherheiten, die Gefährdungen, Bedrohungen und Traumatisierungen in den Jahren 1938 bis 1945 mit schwerwiegenden Folgen für das Leben danach.

 

Das Projekt wird durch den Zukunftsfonds der Republik Österreich gefördert (Projekt P12-1268); Aufarbeitung und wissenschaftliche Dokumentation des Nachlasses: Mag. Klaus Hagen.

 

Die Sonderausstellung "Der Fall Riccabona" wird vom 03. Dezember 2016 bis 17. April 2017 im vorarlberg museum die Ergebnisse der Forschungsarbeit präsentieren.

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