Römer, Alamannen, Christen - Das Frühmittelalter am Bodensee

Sonderausstellung

05. Dezember 2014 bis 19. April 2015

Einladungskarte

Die Zeit zwischen dem dritten und dem achten Jahrhundert brachte für die Menschen am Bodensee zahlreiche Umwälzungen mit sich: Die Römer zogen sich aus dem heutigen südwestdeutschen Gebiet zurück. Germanische Siedler unterschiedlicher Herkunft übernahmen die Herrschaft und verschmolzen hier zu den Alamannen. Nach ihrer Unterwerfung durch die Franken Anfang des sechsten Jahrhunderts wurde das Herzogtum Alamannien errichtet, in dem sich das Christentum mit dem Konstanzer Bischofssitz langsam aber sicher etablierte. Zahlreiche Funde, darunter kostbare Goldobjekte aus den an den See angrenzenden Ländern liefern neue Ergebnisse zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte, zu Handwerk, Leben und Tod im spannenden Frühmittelalter. 


Nikolaus Walter. Begegnungen

Sonderausstellung

Vernissage am 16. Jänner 2015 um 17.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 17. Jänner bis 3. Mai 2015

Einladungskarte

 

Anlässlich von Nikolaus Walters 70. Geburtstag zeigt das vorarlberg museum gemeinsam mit der Vorarlberger Landesbibliothek eine Retrospektive zu Nikolaus Walters fotografischem Werk. Sie bietet einen Einblick in das Schaffen des Vorarlberger Fotografen, dessen Archiv mit dem Ankauf durch die Landesbibliothek (2012) auch in Zukunft als Einheit erhalten bleiben kann. Während die Ausstellung im vorarlberg museum fotografische Serien aus allen Werkphasen zeigt, ist in der Vorarlberger Landesbibliothek seine bis heute andauernde Langzeitbeobachtung „Steiles Erbe. Das Große Walsertal“ zu sehen.

Eine Ausstellung an zwei Orten, in Kooperation mit der Vorarlberger Landesbibliothek

Projektleitung: Andreas Rudigier, Theresia Anwander, Norbert Schnetzer, Kuratorin: Petra Zudrell, Architektur: Hansjörg Thum, Grafisches Konzept und Gestaltung: Sarah Schlatter


Das ist Österreich!

Sonderausstellung

20. Juni – 11. Oktober 2015
Eröffnung: Freitag, 19. Juni 2015 um 17.00 Uhr

Einladungskarte

Die Ausstellung „Das ist Österreich!“ widmet sich der Kunst der Jahre zwischen den Weltkriegen von 1914 bis 1938. Die Kunst dieser beiden Jahrzehnte wird nicht als rückständig und an den Traditionen verhaftet gezeigt, sondern in ihrer Vielfalt und Widersprüchlichkeit. Die visuellen Künste der Malerei, Fotografie und des Films werden durch Architektur- und Theatermodelle ergänzt, so dass eine umfassende Sicht auf die künstlerischen Tendenzen der Zwischenkriegszeit ermöglicht wird. Zu sehen ist diese Schau, die unter der wissenschaftlichen Leitung von Christoph Bertsch, Institut für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck erarbeitet wurde, im Sommer 2015 im vorarlberg museum in Bregenz.


Ich bin ich. Mira Lobe und Susi Weigel

Sonderausstellung

28. November 2015 bis 1. Mai 2016

Stoph Sauter, ABER_GLAUBE; Foto: Markus Tretter
Stoph Sauter, ABER_GLAUBE; Foto: Markus Tretter

Das erfolgreichste Duo der österreichischen Kinderbuchliteratur steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung, die für Kinder wie für Erwachsene konzipiert ist. Mira Lobe (1913 - 1995) zählt zu den bedeutendsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen des 20. Jahrhunderts, insgesamt veröffentlichte sie rund 100 Bücher, die in 30 Sprachen übersetzt wurden. Aus Lobes kongenialer Wort-Bild-Partnerschaft mit der Illustratorin Susi Weigel (1914 - 1990) entstanden 45 Bücher und viele Fortsetzungsgeschichten. Allein die Titel lösen bei Generationen von (Vor-)Leserinnen und Lesern vielfältige Assoziationen aus: „Das kleine Ich bin Ich“, „Die Omama im Apfelbaum“, „Die Geggis“.


Curt Scheiderbauer

Ausstellung im Atrium

Donnerstag, 10. Dezember 2015 um 19.00 Uhr

Begrüßung Ute Pfanner, vorarlberg museum
Einleitung Thomas Schiretz, Kulturamt Bregenz

Curt Scheiderbauer
Curt Scheiderbauer

Die Monographie des Künstlers und Grafikers Curt Scheiderbauer (1937–2012) beinhaltet sein gesamtes bildnerisch-künstlerisches Lebenswerk. Das Buch wurde von seinem Sohn tOmi Scheiderbauer gestaltet und erscheint im Eigenverlag. Dabei handelt es sich nicht so sehr um eine klassische Monographie, sondern um ein Bilderbuch, ein „Lebensbuch“, das den Betrachter auf eine Reise durch einen äußerst emotionalen Werkfluss einlädt. „Dieses Buch ist der Gruß, den Curt mich bat, euch allen auszurichten. Euch allen, seinen Freunden und allen Kindern dieser Welt sei dieses Buch gewidmet, speziell aber seiner besten Freundin – seiner Frau.“                   tOmi Scheiderbauer


Sterbstund

Ausstellung im Atrium

Eröffnung: 29. Oktober 2015 um 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 22. November 2015

Das vorarlberg museum präsentiert in einer Kooperation mit Rita Bertolini eine Ausstellung und eine Publikation, die dem vielfach verdrängten Thema Sterben gewidmet ist. In früheren Zeiten hatten Sterben und Tod ihren festen Platz im Kreise der Familie. Es war ein Vorgang, der zum Leben gehörte, ein Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins. Alltägliche Gebete wurden meist mit der Bitte „um eine glückliche Sterbstund“ abgeschlossen, und kam der Tod, stellte er ein besonderes und feierliches Ereignis dar. Familienangehörige, Freunde und Nachbarn versammelten sich im Sterbezimmer, der
Sterbende konnte von seinen Mitmenschen Abschied nehmen. Heute werden sie in Spitäler und Hospize gebracht, der Tod ist weitgehend unsichtbar geworden. Er ist nicht mehr, wie früher, ein Teil des Lebens. Er ist der gründlich tabuisierte Störenfried in einer Atmosphäre allseits verordneter und propagierter Genuss- und Lebenslust.