Kunstankäufe des Landes Vorarlberg 2016

Ausstellung im Atrium

Vernissage: 27. April 2017
Dauer der Ausstellung: 28. April bis 11. Juni 2017

Einladungskarte

Das Land Vorarlberg budgetierte im letzten Jahr 90.000 Euro für Kunstankäufe. Claudia Voit und Peter Niedermaier, von der Kunstkommission des Landes für drei Jahre als Kunstankäufer bestellt, verfügten über dieses Budget. Sie vervollständigten Werkserien, erwarben repräsentative Hauptwerke, erweiterten die Sammlung um neue Perspektiven bzw. um noch nicht vertretene Künstler. Die Galerie allerArt in Bludenz präsentiert erstmals alle Arbeiten, die in diesem Kontext angekauft wurden. Ein umfassendes Rahmenprogramm bietet weitere Aufschlüsse zum Ankaufskonzept.
Eine Kooperation der Kulturabteilung des Landes Vorarlberg, des vorarlberg museums und der Galerie allerArt in Bludenz.


Uta Belina Waeger
Vom Design zur Kunst – Ein unwiderstehliches Experiment

Ausstellung im Atrium

Eröffnung: 26. Februar 2016
Dauer der Ausstellung: 27. Februar bis 28. März 2016

Einladungskarte

Wie Gebrauchtmöbel zu Skulpturen werden, das zeigt die Vorarlberger Künstlerin Uta Belina Waeger im Atrium des vorarlberg museums. Weitläufig bekannt sind Waegers mit Papier überzogene (Eisen-)Fundstücke, die sie meist raumgreifend inszeniert. Seit einiger Zeit beschäftigt sich die Künstlerin mit der Erweiterung ihres Kunstbegriffs. An der Schnittstelle von Kunst und Design gestaltet Waeger gebrauchte Kleinmöbel mit Textilien, Verpackungsmaterial und anderen Überresten so um, dass sie wie Designprodukte funktionieren. Sie sind aber gleichermaßen Kunstobjekte, die als Skulpturen für sich stehen.


Herbert Albrecht. Stein und Bronze

Ausstellung im Atrium

Vernissage: 20. Juli 2017

Einladungskarte

Dauer der Ausstellung: 20. Juli bis 03. September 2017

Im Kunsthistorischen Museum Wien ist die Ausstellung
vom 19. September 2017 bis 14. Jänner 2018 zu sehen.

In einer Zeit, in der Geschwindigkeit fast alles ist, ist die Steinbildhauerei aus der Mode gekommen. Herbert Albrecht aber ist dem ältesten Material der Bildhauerei treu geblieben. Dem Zeitgeist und der schweren Arbeit zum Trotz ist Stein seit mehr als sechzig Jahren sein Material. Außerdem steht immer der Mensch im Mittelpunkt – der Mensch als Ganzes oder im Detail, der Stehende, der Sitzende, der Liegende, der Torso und vor allem der Kopf, immer wieder der Kopf. Die Ausstellung im vorarlberg museum und am Kornmarktplatz, kuratiert von Walter Fink, zeigt einen Querschnitt durch die bildhauerische Arbeit von Herbert Albrecht, wobei ein Schwerpunkt auf der jüngeren und jüngsten Zeit liegt. Weitere Werke von Albrecht sind im Foyer der Hypo-Zentrale Bregenz zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien.


Hier stehe ich... 500 Jahre Reformation

Intervention

Präsentation: 19. Mai 2017, 17.00 Uhr
Dauer: 20. Mai bis 31. Oktober 2017

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Begleitheft

Programm

Vor 500 Jahren hat Martin Luther seine Thesen in Wittenberg angeschlagen. Wir nehmen ihn beim Wort: „Hier stehe ich …“ ist unser Beitrag zum Reformationsjubiläum in Vorarlberg. Mittels Kurzbiografien ausgewählter historischer Persönlichkeiten des evangelischen Lebens wird im vorarlberg museum in bestehende Ausstellungen interveniert. Darüber hinaus werden an mehreren Orten im ganzen Land die Wirkungskreise dieser Menschen sichtbar gemacht. Bei der Spurensuche werden Besucherinnen und Besucher staunen, in welch großer Zahl bekannte Persönlichkeiten, die das kulturelle Leben des Landes nachhaltig prägten, der evangelischen Minderheit angehörten. Die Intervention wird von einem Vermittlungsprogramm begleitet.
In Zusammenarbeit mit den evangelischen Gemeinden des Landes und dem Diözesanmuseum Feldkirch.


Abschluss des Jubiläumsjahrs "500 Jahre Reformation"

Spezial

Am 31. Oktober endet die Intervention "Hier stehe ich... 500 Jahre Reformation". Die Evangelische Gemeinde Bregenz feiert anlässlich des Reformationstags einen Festgottesdienst. Im Anschluss werden die Figuren der Intervention aus dem vorarlberg museum versteigert.


Dialog # 2 – Imagination

Ausstellung im QuadrART Dornbirn

Vernissage: 09. September, QuadrART Dornbirn
Ausstellungsdauer: 09. September bis 11. November 2017

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QuadrART Dornbirn

Unter Imagination versteht man Einbildung, Vorstellungskraft, Fantasie – kurz: die Fähigkeit, Bilder im Kopf zu entwickeln. Diese Bilder im Kopf sind freilich nicht immer Kunst, und Kunst ist nicht immer ein Bild. Die vielfältigen künstlerischen Möglichkeiten und Ausdrucksformen stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Sie präsentiert regionale Kunst aus der Sammlung des vorarlberg museums und Arbeiten internationaler Künstler aus der Sammlung von Erhard Witzel, der die Schau auch kuratiert.

Werke von zwanzig Künstlerinnen und Künstlern sind in dieser Ausstellung vertreten: Ingmar Alge, Alessandra Beltrame, Sabine Dehnel, Markus Gohm, Christian Grass, Ilse Haider, Wolfgang Häusler, Karin Hoerler, Thomas Hoor, Hong Song Chul, Eisabeth (Si.Si.) Klocker, Christine Lederer, Liu Guangyun, David Murray, Melende Navarro, Armin Rupprechter, tOmi Scheiderbauer, Helga Schmidhuber, Gerold Tagwerker, Heiner Thiel.

Die Reihe Dialog entsteht in Zusammenarbeit von vorarlberg museum und QuadrART Dornbirn.


Hannes Ludescher.
Über dem Wasser die Steine

Ausstellung im Atrium

Vernissage: 15. September, 17.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 16. September bis 12. November 2017

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Seit seinen Anfängen als freischaffender Künstler setzt sich Ludescher mit den Themen Wasser und Stein auseinander. Anfangs entstanden – inspiriert von der näheren Umgebung und von Reisen in die Mittelmeerländer – vor allem Landschaftsaquarelle. Nach Vorlagen aus der Natur bildet er seit 1989 Steine nach; für diese auf das Zehnfache vergrößerten Papiersteine überzieht er Gerüste aus Haselruten mit einer Haut aus aquarelliertem Papier. Das unbeachtete Steinchen vom Wegesrand erzeugt in dieser Form hohe Aufmerksamkeit. Die plane Fläche des Aquarells wandelt sich zum dreidimensionalen Objekt und spiegelt den Wunsch nach Einheit von Malerei und Körperlichkeit wider. Im Atrium des vorarlberg museums lösen sich die Papiersteine vom Boden und schweben über einer Serie von Wasseraquarellen mit überraschender Leichtigkeit im Raum.


Die Liebe zur sichtbaren Welt.
Hubert Dietrich im Kontext von Rudolf Wacker und anderen Künstlern

Ausstellung im Rohnerhaus Lauterach

Vernissage: 30. April 2016
Dauer der Ausstellung: 31. April bis 01. Oktober 2016

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Hubert Dietrich (1930 – 2006) wuchs im Bregenzerwald in bäuerlichen Verhältnissen auf, besuchte die Gewerbeschule in Innsbruck und studierte bei Willi Baumeister in Stuttgart sowie bei Albert Paris Gütersloh in Wien Malerei. Er leitete jahrzehntelang die Restaurierwerkstätte am Kunsthistorischen Museum in Wien.

Das vorarlberg museum zeigt im Rohnerhaus Lauterach Bilder von Hubert Dietrich  im Zusammenhang jener Künstler, die ihn geprägt haben. Leopold Fetz hat ihm in frühester Jugend den Zugang zur Kunst eröffnet. Oswald Oberhuber war sein Wegbegleiter, Willi Baumeister einfühlsamer Lehrer des Malers. Rudolf Wacker war ihm seelenverwandte Vaterfigur und Walter Salzmann Freund wie hoch geschätzter Künstlerkollege. Die Schau präsentiert Dietrichs Hauptwerke und lässt die Entwicklung des jungen Künstlers auf dem Weg zu seinem persönlichen Ausdruck nachvollziehen.

Zur Ausstellung erscheint die Broschüre "Hubert Dietrich. Die Liebe zur sichtbaren Welt", die im Shop des vorarlberg museums erhältlich ist.


Vom Zeigen und Verbergen

Ausstellungskooperation QuadrART Dornbirn

Vernissage: 24. Juni 2016
Ausstellungsdauer: 25. Juni bis 14. Oktober 2016

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Als Dialog zwischen regionaler und internationaler Kunst sowie zwischen privater und öffentlicher Sammlung ist eine neue Ausstellungsreihe entstanden, die ab 2016 einmal jährlich zeitgenössische Kunstwerke aus der Sammlung Erhard Witzel ausgewählten Arbeiten aus der Sammlung des vorarlberg museums gegenüberstellt. Die erste Ausstellung der Reihe „Dialog“ widmet sich dem Zeigen und Verbergen und findet dafür ganz unterschiedliche Zugänge und Ausdrucksformen. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler sind Maria Anwander, Ruben Aubrecht, Richard Bösch, Christian Boltanski, Candice Breitz, Jürgen Brodwolf, Desiree Dolron, Thomas Emde, Arno Gisinger, Peppi Hanser, Anne Marie Jehle, Ulrike Müller, Drago Persic, Mariella Scherling Elia und Jan-Ulrich Schmidt.


Spurensuche. Vorarlberger Kriegsgefangene in Russisch-Turkestan

Ausstellung im Atrium

Eröffnung: Fr, 16. September 2016 um 17.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 17. September bis 20. November 2016

Einladungskarte
Tagesprogramm

Zahlreiche Soldaten aus Vorarlberg gerieten im Ersten Weltkrieg in russische Kriegsgefangenschaft und viele wurden im Gebiet des heutigen Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan oder Turkmenistan interniert. Nach Kriegsende verzögerte sich ihre Rückkehr infolge des russischen Bürgerkriegs. Deshalb sicherten sie ihr Überleben in allen möglichen Berufen und spielten eine wichtige Rolle im lokalen Wirtschafts- und Kulturleben. Nicht alle von ihnen kehrten zurück: Manche der Männer starben, wenige blieben freiwillig in Zentralasien. Die Ausstellung präsentiert exemplarische Schicksale und Erinnerungen von Vorarlberger Kriegsgefangenen basierend auf einem internationalen Forschungsprojekt zur Geschichte der Gefangenschaft in Russisch-Turkestan.

In Zusammenarbeit mit VENI und Unterstützung der Österreichisch-Kirgisischen Gesellschaft.


Soziale Skulptur

Ausstellung im Atrium

Eröffnung: 11. Dezember 2016, 11.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 12. Dezember 2016 bis 26. März 2017

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Die Künstlerin Ines Agostinelli hat für das vorarlberg museum mit über sechshundert Einheimischen und Flüchtlingen, Erwachsenen und Kindern eine "Soziale Skulptur" geschaffen, die sich mit dem Thema Flucht auseinandersetzt. Workshops in ganz Vorarlberg ermöglichten nachhaltige Begegnungen und Gespräche sowie das Knüpfen neuer Kontakte. Gemeinschaftlich wurden dabei hunderte Modelle von Heißluftballons aus Zeitungspapier unterschiedlichster Herkunftsländer gefertigt. Diese werden nun in einer raumgreifenden Installation präsentiert, die in dem fast 25 Meter hohen Atrium des vorarlberg museums einen überwältigenden Raumeindruck bietet.
Die Modelle verweben die Geschichten und Reflexionen ihrer Schöpfer und die Räume ihrer Entstehung – Räume für Begegnung und Austausch, Auseinandersetzung und Gespräch mit Menschen jeglichen Alters, jeglicher Herkunft und Kultur.


Sterbstund

Ausstellung im Huber-Hus Lech

Ausstellungsdauer: 19. Juni 2016 bis 30. April 2017

website Huber-Hus Lech

In früheren Zeiten hatten Sterben und Tod ihren festen Platz im Kreise der Familie. Es war ein gesellschaftlicher Vorgang, der zum Leben gehörte. Alltägliche Gebete wurden meist mit der Bitte „um eine glückliche Sterbstund“ abgeschlossen, und kam der Tod, stellte er ein besonderes und feierliches Ereignis dar. Durch die festgelegten Abläufe war der Tod zwar ein erschreckender, aber auch ein fester und vertrauter Bestandteil des Lebens.
Rita Bertolini zeigt im ersten Ausstellungsteil neben eindrucksvollen historischen Fotografien, auch Zeichnungen Vorarlberger Künstler. Das Lechmuseum beschäftigt sich daneben mit Sterberitualen in Lech, wirft aber auch aktuelle Fragen auf oder geht dem sprachlichen Ausdruck des Sterbens nach. Lecherinnen und Lecher erzählen über ihren persönlichen Zugang zum Tod.

Eine Ausstellung von Rita Bertolini und Lechmuseum gemeinsam mit dem vorarlberg museum und der Pfarre Lech. Mit Unterstützung von HOSPIZ Vorarlberg, Gemeinde Lech, Lech-Zürs Tourismus, Land Vorarlberg Kultur.