Bernhard Tschofen (Hg.): Die Schwabengängerin

Mi, 30. November, 19.00 – 20.00 Uhr

  • Buchpräsentation

Die Neuauflage von Regina Lamperts Lebenserinnerungen

1996 erschienen unter dem Titel Die Schwabengängerin erstmals die Lebenserinnerungen der aus Schnifis stammenden Regina Lampert (1854–1942). Es handelt sich dabei um das einzige umfassende Selbstzeugnis eines ehemaligen Schwabenkindes. Lamperts Erfahrungen stehen stellvertretend für die ungezählten Bauernkinder aus Vorarlberg, Tirol, Liechtenstein und der Schweiz, die bis ins frühe 20. Jahrhundert alljährlich als billige Arbeitskräfte nach Oberschwaben gezogen sind. Lamperts Erinnerungen sind zugleich ein ernstzunehmendes Stück Literatur mit bestechenden erzählerischen Qualitäten. Das Erscheinen der überarbeiteten Neuauflage des lange vergriffenen regionalen Best- und Longsellers gibt Anlass, danach zu fragen, welche Spuren das Buch hinterlassen hat und wie sich seither die Wahrnehmung dieses düsteren Kapitels unserer Alltagsgeschichte verändert hat. Buchpräsentation mit Vortrag und kommentierter Lesung von Herausgeber Bernhard Tschofen, Kulturwissenschaftler und Ethnologe an der Universität Zürich.

Eintritt frei

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