Die Kulturwissenschaftlerin Nadja Neuner-Schatz (Universität Innsbruck) zeigt, wie Gertrud Pesendorfer mit der NS-„Mittelstelle Deutsche Tracht“ althergebrachte Trachten als „bodenständig“ inszenierte und zugleich neue Modelle vermarktete – Tracht wurde so zum Mittel politischer Erziehung und rassenideologischer Ausgrenzung. Anschließend fragt Kunsthistorikerin Angelika Wendl (vorarlberg museum), wie sich die Trachtenerneuerung nach 1945 fortsetzte: Im Zentrum steht Hans Konzett und sein Einsatz fürs Vorarlberger Trachtenwesen. Zeigt sich eine „nahtlose Anknüpfung“ an die NS-Zeit oder auch Neues? Moderation: Theresia Anwander