Ärzte sollen heilen – im KZ Dachau missbrauchten NS-Mediziner diesen Auftrag für Menschenversuche, die von Medikamententests über Notfallsimulationen bis hin zu operativen Eingriffen reichten und zu Hunderten Todesfällen führten. Nach Kriegsende standen alliierte Ermittler vor einem Dilemma: Konnte man die Experimente als Verbrechen bestrafen, aber gleichzeitig deren Ergebnisse medizinisch nutzen? Daraus folgte auch eine bis heute andauernde medizinethische Debatte. Christoph Thonfeld, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau, zeichnet das damalige Geschehen nach und diskutiert seine Folgewirkungen.
In Zusammenarbeit mit VÖGB Vorarlberg, Johann-August-Malin-Gesellschaft, ERINNERN:AT