Sonderausstellung

3-D um 1930. Der Fotograf Norbert Bertolini

Die Bilder Norbert Bertolinis (1899–1982) entführen in die Welt des Vorarlberger Bürgertums um 1930. Dazu gehören Ausfahrten mit dem Cabrio in die nähere Umgebung oder Dolomiten-Wanderungen zu den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkriegs ebenso wie aufwändig arrangierte Blumenstillleben. Der Besucher betritt die Ausstellung mit einer 3-D-Brille, denn der Bregenzer Fotograf arbeitete mit einer Stereokamera. Die ausgestellten Fotografien sind Teil einer umfangreichen Schenkung an die Vorarlberger Landesbibliothek, die sämtliche Bilder dieser Sammlung auf ihrer Onlineplattform volare veröffentlicht (pid.volare.vorarlberg.at). In Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Landesbibliothek.

Intervention

Bespielung 2.OG

Unkonventionell erfüllen die Künstler Pirmin Hagen und Severin Hagen den Auftrag, Werke aus der Sammlung zeitgenössischer Kunst des Landes auszuwählen und zu präsentieren: Sie bespielen fünf Vitrinen im zweiten Obergeschoss mit farbigem Licht und sprechen in einem Interview über jene Werke, die sie im Druckwerk in Lustenau zeigen. Dort wird die Sammlung „nach ihren verborgenen Strukturen geordnet und in eine museal vermittelbare Form gebracht“. Die erste von fünf Themenausstellungen der kommenden zwei Jahre ist unter dem Titel „Opferlandschaft“ der Landschaft in der Gegenwartskunst gewidmet (Eröffnung: 6. März, 20.00 Uhr). In Zusammenarbeit mit dem Druckwerk Lustenau.

Sonderausstellung

Wacker im Krieg. Erfahrungen eines Künstlers

Für Rudolf Wacker (1893–1939) war der Krieg nie zu Ende. Der 1. August 1914, Tag der Mobilmachung, und der 9. September 1920, als er aus fünfjähriger Kriegsgefangenschaft in Sibirien nach Bregenz heimkehrte, blieben für den Maler zeitlebens die wichtigsten Erinnerungstage. Die Ausstellung veranschaulicht, wie Wacker im sibirischen Lager zum Künstler wurde, und welche Auswirkungen Krieg und Gefangenschaft auf sein weiteres Leben und Schaffen hatten. In Zusammenarbeit mit dem Franz-Michael-Felder-Archiv der Vorarlberger Landesbibliothek, die den schriftlichen Nachlass des Künstlers verwahrt.

Ausstellung im Atrium

Wir steh’n auf Vorarlberg! So sehen Kinder unser Land

Über ein Jahr lang forschten, zeichneten, malten und werkten Kinder im Museum zum Thema Vorarlberg. Berge, Täler, Seen und Flüsse, Industrie, Landwirtschaft, Kunst und Kultur, das eigene Ich und die Gesellschaft standen im Mittelpunkt zahlreicher Workshops. Auch Geschichte und Geschichten sowie die Bedeutung von Grenzen beschäftigten die Kinder und die Kulturvermittlerinnen. Die Ergebnisse zeigen Vorarlberg durch die Augen der Kinder – als ein überaus buntes und vielfältiges Land.

Ausstellung im Atrium

Wie viel ist genug? 30 Jahre ifs Schuldenberatung Vorarlberg

Haben Sie schon mal aufgrund eines ordentlichen Minus auf Ihrem Konto gezittert? Öffnen Sie Ihren Briefkasten mit einem guten Gefühl? Kennen Sie Ihre finanzielle Situation oder geht sich eh immer alles irgendwie aus? Die ökonomischen Wechselfälle des Lebens und die unterschiedlichen Umgangsweisen mit dem goldene Kalb unserer Gesellschaft werden im Atrium des vorarlberg museum spielerisch aufgearbeitet – dabei steht die langjährige Erfahrung der ifs Schuldenberatung und ihrer Klienten im Mittelpunkt. Die Vorarlberger Schuldenberatung feiert ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem humorvollen und inspirierenden Zugang zu Geld, Schulden und … Ehrlichkeit.

Ausstellung im Atrium

Herbert Meusburger

Der Stein ist für den Bildhauer Herbert Meusburger etwas Archaisches, steht für das Einfache und Dauerhafte. Der Künstler zerlegt massive Brocken, spaltet und sägt sie in Teile, er fräst Lamellen in die Oberfläche oder schleift und poliert sie, bis der Stein seine innere Struktur, seine Farbigkeit, seinen Charakter zeigt. Meusburgers Skulpturen bestehen zumeist aus mehreren Teilen, die – wie beim Holzbau in seiner Heimat Bregenzerwald – durch Steckverbindungen zusammengefügt werden. Es entstehen filigrane Kompositionen aus Steinquadern. Trennen und Verbinden ist das zentrale Thema des Künstlers, das er auch symbolisch versteht. Herbert Meusburger (geb. 1953) arbeitet seit 30 Jahren am Stein. In jüngster Zeit wendet sich der in Bizau und Wien lebende Künstler vermehrt der Malerei zu. Die Ausstellung im Atrium des vorarlberg museums und auf dem Kornmarktplatz zeigt einen Überblick seines Schaffens.

Ausstellung im Atrium

Otto Ender. Landeshauptmann, Bundeskanzler und Minister

Otto Ender war der einzige österreichische Bundeskanzler aus Vorarlberg. Er blieb allerdings nur ein halbes Jahr im Amt, denn der Zusammenbruch der damals größten Bank Österreichs, der Creditanstalt, sprengte 1931 die Regierungskoalition. Als Vorarlberger Landeshauptmann (1918 – 1934) hatte Ender viele Probleme zu lösen: die Anschlussbewegung an die Schweiz, die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung, den Ausbau der Wasserkraft und die Konsolidierung der Wirtschaft.  Er setzte sich vehement für die Rechte der Bundesländer ein und trug maßgeblich zur Verfassung der Republik von 1920 bei. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus kam er zur Überzeugung, dass „das Volk“ nicht reif für die Demokratie sei. Er beteiligte sich am Staatsstreich 1933/34, wurde Verfassungsminister der Regierung Dollfuß und damit zum Chefredakteur der autoritären Maiverfassung 1934.

Ausstellung im Atrium

„Die Glocken herunter in eiserner Zeit“ Glockenabnahmen im Ersten Weltkrieg

Glocken und Krieg – auf den ersten Blick eine widersprüchliche Verbindung. Der Ursprung des englischen Begriffs für Glocke „bell“ liefert einen Anhaltspunkt: Er leitet sich vom lateinischen „bellum“ ab, das Krieg bedeutet. Im Kriegsfall wurden Glocken immer wieder für die Herstellung von Munition und Waffen herangezogen. Im Ersten Weltkrieg verlangte eine noch nie dagewesene Kriegsführung nach Unmengen an Metallen. Wenngleich es in Vorarlberg keine Gefechte gab, brachte der Krieg enorme Einschnitte im Leben der Bevölkerung. Die zahlreichen Glockenabnahmen erzählen dazu eine ganz eigene Geschichte.