Ausstellung im Atrium

Herbert Albrecht. Stein und Bronze

In einer Zeit, in der Geschwindigkeit fast alles ist, ist die Steinbildhauerei aus der Mode gekommen. Herbert Albrecht aber ist dem ältesten Material der Bildhauerei treu geblieben. Dem Zeitgeist und der schweren Arbeit zum Trotz ist Stein seit mehr als sechzig Jahren sein Material. Außerdem steht immer der Mensch im Mittelpunkt – der Mensch als Ganzes oder im Detail, der Stehende, der Sitzende, der Liegende, der Torso und vor allem der Kopf, immer wieder der Kopf. Die Ausstellung im vorarlberg museum und am Kornmarktplatz zeigt einen Querschnitt durch die bildhauerische Arbeit von Herbert Albrecht, wobei ein Schwerpunkt auf der jüngeren und jüngsten Zeit liegt. Im Anschluss wird die Ausstellung am 18. September 2017 in leicht veränderter Form auch im Kunsthistorischen Museum in Wien gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Museum Wien.

Ausstellung im Atrium

Hannes Ludescher.
Über dem Wasser die Steine

Seit seinen Anfängen als freischaffender Künstler setzt sich Ludescher mit den Themen Wasser und Stein auseinander. Anfangs entstanden – inspiriert von der näheren Umgebung und von Reisen in die Mittelmeerländer – vor allem Landschaftsaquarelle. Nach Vorlagen aus der Natur bildet er seit 1989 Steine nach; für diese auf das Zehnfache vergrößerten Papiersteine überzieht er Gerüste aus Haselruten mit einer Haut aus aquarelliertem Papier. Das unbeachtete Steinchen vom Wegesrand erzeugt in dieser Form hohe Aufmerksamkeit. Die plane Fläche des Aquarells wandelt sich zum dreidimensionalen Objekt und spiegelt den Wunsch nach Einheit von Malerei und Körperlichkeit wider. Im Atrium des vorarlberg museums lösen sich die Papiersteine vom Boden und schweben über einer Serie von Wasseraquarellen mit überraschender Leichtigkeit im Raum.

Sonderausstellung

Richard Bösch

Der in Hörbranz lebende Künstler ist vielleicht der radikalste Maler Vorarlbergs. Farbe ist für Bösch Material und Mittel der Verdichtung, aber auch ein Instrumentarium, um den archaischen Strukturen des Daseins nachzuspüren. Immer hinterfragt Bösch die Rolle des Künstlers in der Gesellschaft – oft streitbar in den Medien – und kämpft damit stets unbeirrt und konsequent für die Malerei und die Kunst. Anlässlich seines 75. Geburtstages widmet ihm das vorarlberg museum eine große Retrospektive. Gezeigt werden Werke aus rund fünf Jahrzehnten intensiven Schaffens und Ringens um Form und Ausdruck. Die Ausstellung veranschaulicht – ausgehend von Zeichnungen, die noch auf der Akademie entstanden sind, über figurative Phasen – die bildnerische Entwicklung Böschs hin zur Abstraktion. Im Atrium werden seine neuesten, großformatigen Arbeiten präsentiert.

Sonderausstellung

Pantaleon, Giraffe & Co

Wissenschaftler entdeckten im Schattenburgmuseum in Feldkirch eine kleine musikhistorische Sensation: Ein zierliches Hammerklavier zählt zu den ältesten erhaltenen seiner Art. Es führt in die Frühzeit des Klavierbaus Mitte des 18. Jahrhunderts und belegt das überraschend frühe Interesse an dieser Instrumentengattung in Vorarlberg. Wer waren die frühen Klavierbauer? Welchen Einfluss hatte der Zeitgeist auf den Instrumentenbau? Wie sah das musikalische Leben zu dieser Zeit aus? Wer spielte auf den Instrumenten? Und vor allem: Wie hat Klaviermusik damals geklungen? Die Ausstellung zeigt kostbare Originalinstrumente und bringt neue Facetten der Musikgeschichte Vorarlbergs zum Vorschein. Sie stellt die Instrumentenmacherfamilie Schmahl aus Ulm und deren Wirken im Bodenseeraum vor und erzählt, wie Wolfgang Amadeus Mozart beinahe nach Vorarlberg gekommen wäre.