Ausstellungsvorschau 2019

Sonderausstellungen und Ausstellungen im Atrium

Ausstellungsfolder 2019



Mythos Idylle Maisäß. Künstlerresidenzen auf Montafoner Maisäßen 2016–2018

Ausstellung im Atrium

21. September bis 17. November
Vernissage: Fr, 20. September, 17.00 Uhr

Das scheue Zebra, Foto: Bernhard Garnicnig/Bildrecht
Das scheue Zebra, Foto: Bernhard Garnicnig/Bildrecht

Die sonnenverbrannten Holzhütten und Ställe, die sich malerisch an die Berghänge des Montafon schmiegen, sind heute vielen ein Erholungs- und Sehnsuchtsort. Früher waren sie mit harter Arbeit für die Bauern verbunden: Sie zogen mit ihren Tieren dem Futter hinterher, um die Weiden im Tal zu schonen. Diese Geschichte wird heute von romantischen Maisäß-Bildern überlagert. Wie sind diese Bilder entstanden? Inwieweit deckt sich die Idylle mit dem Erlebten? Was sind Maisäße heute? Die Künstler Bernhard Garnicnig, Matthias Garnitschnig, Claudia Larcher und Tobias Maximilian Schnell haben ein Montafoner Maisäß bezogen und sind in ihren Arbeiten diesen Fragen nachgegangen.

In Zusammenarbeit mit Kairos Wirkungsforschung & Entwicklung, den Montafoner Museen, dem Stand Montafon und dem ORF Vorarlberg.


Weltstadt oder so …
Brigantium im 1. Jh. n. Chr.

neue Kernausstellung

ab 26. Oktober 2019
Vernissage: Fr, 25. Oktober, 17.00 Uhr

Weltstadt oder so ... , Illustration: xkopp creative
Weltstadt oder so ... , Illustration: xkopp creative

Ein Forum groß wie ein Fußballfeld, eine Therme, das Handwerks- und Händlerquartier am Bregenzer Tschermakgarten – die öffentlichen und privaten Bauten aus dem Brigantium des 1. Jh. n. Chr. beflügeln die Fantasie. War Bregenz zur Römerzeit eine Stadt? Der eindeutige Beweis fehlt. Nach der vielgelobten Ausstellung Römer oder so ... geht es in Weltstadt oder so ... um das Zusammenleben in Brigantium. Wer nutzte diesen Ort? Wer lebte hier? Gab es eine Verwaltung, ein Steuer- und Sozialwesen? Wie war das wirtschaftliche und religiöse Leben organisiert? Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und archäologischer Funde lädt die Ausstellung ein, gut informiert über Brigantium, seine Bewohner und Besucher zu spekulieren.


Reinhold Luger. Grafische Provokation

Sonderausstellung

23. November 2019 bis 13. April 2020
Vernissage: Fr, 22. November, 17.00 Uhr

Der Dämon, Bregenzer Festspiele 1997, Plakat: Reinhold Luger
Der Dämon, Bregenzer Festspiele 1997, Plakat: Reinhold Luger

Ob beim Flint-Festival (1970/71) oder bei den Bregenzer Randspielen (1972–1976) – der Grafiker Reinhold „Nolde“ Luger war einer der Anführer der kulturellen Protestbewegung in Vorarlberg und lieferte stets gleich die passenden Drucksorten mit: bissige Plakate, Karikaturen, Pamphlete und Flugblätter. Später, von 1983 bis 2003, entwarf er für die Bregenzer Festspiele zeitlos schöne Plakate zu sämtlichen Opernproduktionen. Heute kennt beinahe jeder in Vorarlberg Arbeiten des Grafikers: Denn er zeichnet verantwortlich für Logos von Städten und Gemeinden, für die Gestaltung von Stadt- und Landbusflotten samt den typischen Stelen an deren Haltestellen, er entwarf Leitsysteme für Gebäude und öffentliche Räume. Eingebettet in den kultur- und zeitgeschichtlichen Kontext bringt die Ausstellung zahlreiche Beispiele aus Lugers konstruktiv kritischem Schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Landesbibliothek.


Alfred Seiland
Imperium Romanum

Ausstellung im Atrium

07. Dezember 2019 bis 16. Feburar 2020
Vernissage: Fr, 06. Dezember, 17.00 Uhr

Kanal von Korinth Isthmia, 2014, (c) Alfred Seiland
Kanal von Korinth Isthmia, 2014, (c) Alfred Seiland

Was blieb vom einst mächtigen Römischen Imperium?
Mit dieser Frage befasst sich der österreichische Fotokünstler Alfred Seiland (geb. 1952) in seinem groß angelegten fotografischen Projekt Imperium Romanum. Seit 2006 dokumentiert er architektonische und landschaftliche Spuren der römischen Antike rund um das Mittelmeer und in den angrenzenden Gebieten. Ihn interessiert, wie die Menschen der Gegenwart mit den historischen Stätten umgehen, was die moderne Zivilisation, was Alterungs- und Verwitterungsprozesse aus den Überresten der Antike machen. In seinen Fotoarbeiten thematisiert Seiland Spannungsfelder zwischen historischem Kapital und zeitgenössischer Vermarktung, musealer Pflege und touristischer (Ab-)Nutzung, zwischen Erhaltung und Zerstörung des antiken Erbes.