Ein Boxring im Atrium des Museums? Er dient als Kulisse für das interdisziplinäre Tanzprojekt „Perfect Match“ von Silvia Salzmann über häusliche Gewalt. Die Performance zeigt, wie schnell Beziehungen kippen, vertraute Räume brüchig werden können und wie schwer es ist, Partnerschaften zu beenden. Die Bühne ist instabil, unfair von vornherein. In diesem fragilen Setting treffen Tanz und Livemusik körperlich intensiv aufeinander. Möbel rutschen, wanken, kippen. Balance geht verloren. Nähe wird gefährlich. Eine Beziehung zerfällt. Ein Projekt von Silvia Salzmann in Zusammenarbeit mit dem ifs Gewaltpräventionsprojekt StoP, Nikola Furtenbach. (Aufführungen 6. und 27. März, siehe auch Veranstaltungsreihe „Klartext im Ring“)
Zehn persönliche Geschichten machen den Zweiten Weltkrieg als weltumspannendes Ereignis begreifbar. Eine indische Krankenschwester, ein Feldkoch aus Kenia, ein japanischer Soldat, eine philippinische Guerillaführerin oder eine von Stalin deportierte Krimtatarin – sie alle erzählen in der Ich-Form von Krieg, Verlust und Hoffnung. Ihre Stimmen verbinden sich durch Fotografien, Karten, Archivmaterialien und Tonaufnahmen zu einer vielschichtigen Erzählung. Die Ausstellung zeigt, wie Menschen in verschiedenen Erdteilen den Zweiten Weltkrieg erlebt und erinnert haben – jenseits europäischer Perspektiven und vertrauter Erinnerungskulturen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Wie gehen wir heute mit der NS-Vergangenheit um? Die Schau zeigt, wie tief Ideologie und Vereinnahmung in Kunst und Volkskultur verankert waren – und wie vieles nach 1945 weiterwirkte. Dokumente und Objekte machen bisher wenig beachtete Aspekte der Vorarlberger Kulturgeschichte sichtbar. Ein Schwerpunkt liegt auf NS-Gegenständen aus privatem Besitz, die bis heute in Haushalten auftauchen und Fragen nach Umgang, Herkunft und Bedeutung aufwerfen. „Baustelle Erinnerung“ lädt dazu ein, diese Objekte kritisch zu betrachten und über eine wachsame Erinnerungskultur ins Gespräch zu kommen.
Die Ausstellung „Hitler entsorgen“ ist eine Übernahme aus dem Haus der Geschichte Österreich.
Auf einem abgelegenen Hof im Großen Walsertal wuchs Delphina Burtscher auf. 1944 unterstützte die 18-Jährige heimlich ihre desertierten Brüder Willi und Leonhard sowie ihren Verlobten Martin, die sich im Wald versteckten. Der Verrat eines Nachbarn führte zu ihrer Verhaftung – kurz vor der Entbindung ihres ersten Kindes. Willi und Martin wurden hingerichtet, Leonhard entkam. Die Ausstellung rückt Delphina ins Zentrum: Familiäre Erinnerungsobjekte, eine fotografische Spurensuche, historische Dokumente und Stimmen aus dem Heute werfen auch grundsätzliche Fragen auf: Was bewegte Deserteure? Was leisteten Frauen wie Delphina damals? Und wie erinnern sich ihre Enkelinnen heute an ihr „Omile“? Begleitend erscheint ein Graphic Novel.
Schmökern, spielen, Sofa surfen, sich treffen, ins Gespräch kommen … Fühlen Sie sich in unserer Stube wie zuhause. Und das „ghörig“! „Ghörig“ heißt im Vorarlbergischen vieles. Für die Stube bedeutet es: offen, vielfältig, verbindend – im Zuhören, Mitreden und Zusammen-Sein. Ob Sie eine Pause beim Museumsrundgang brauchen oder vom Alltag – die Ghörige Stube*, unser neuer Raum im vierten Stock, ist ab 7. Februar für Sie geöffnet. Das aktuelle Stubenprogramm finden Sie auf vorarlbergmuseum.at/veranstaltungen
Eintritt frei!
6. Februar – 4. April 2026
Kunstankäufe des Landes Vorarlberg 2025
Palais Liechtenstein, Feldkirch
17. März – 28. April bzw. 20. Oktober – 24. November 2026
Kunstsammlung des Landes Vorarlberg vorarlberg museum # 12 bzw. # 13
Foyer Landhaus, Bregenz
1. Mai – 31. Oktober 2026
Angelika Kauffmann und die Literatur
Angelika Kauffmann Museum, Schwarzenberg
ganzjährig
Werkraumdepot
Werkraum Bregenzerwald, Andelsbuch
buchstäblich vorarlberg. Einblicke in die Sammlung
Weltstadt oder so? Brigantium im 1. Jh. n. Chr.
Farben/Lichter/See
Lichtinstallation von Miriam Prantl im Stiegenhaus