Ausstellungsvorschau 2019

Sonderausstellungen und Ausstellungen im Atrium


Reinhold Luger. Grafische Provokation

Sonderausstellung

23. November 2019 bis 13. April 2020
Vernissage: Fr, 22. November, 17.00 Uhr

Der Dämon, Bregenzer Festspiele 1997, Plakat: Reinhold Luger

Ob beim Flint-Festival (1970/71) oder bei den Bregenzer Randspielen (1972–1976) – der Grafiker Reinhold „Nolde“ Luger war einer der Anführer der kulturellen Protestbewegung in Vorarlberg und lieferte stets gleich die passenden Drucksorten mit: bissige Plakate, Karikaturen, Pamphlete und Flugblätter. Später, von 1983 bis 2003, entwarf er für die Bregenzer Festspiele zeitlos schöne Plakate zu sämtlichen Opernproduktionen. Heute kennt beinahe jeder in Vorarlberg Arbeiten des Grafikers: Denn er zeichnet verantwortlich für Logos von Städten und Gemeinden, für die Gestaltung von Stadt- und Landbusflotten samt den typischen Stelen an deren Haltestellen, er entwarf Leitsysteme für Gebäude und öffentliche Räume. Eingebettet in den kultur- und zeitgeschichtlichen Kontext bringt die Ausstellung zahlreiche Beispiele aus Lugers konstruktiv kritischem Schaffen.

In Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Landesbibliothek.


Alfred Seiland
Imperium Romanum

Ausstellung im Atrium

07. Dezember 2019 bis 16. Feburar 2020
Vernissage: Fr, 06. Dezember, 17.00 Uhr

Kanal von Korinth Isthmia, 2014, (c) Alfred Seiland
Kanal von Korinth Isthmia, 2014, (c) Alfred Seiland

Was blieb vom einst mächtigen Römischen Imperium?
Mit dieser Frage befasst sich der österreichische Fotokünstler Alfred Seiland (geb. 1952) in seinem groß angelegten fotografischen Projekt Imperium Romanum. Seit 2006 dokumentiert er architektonische und landschaftliche Spuren der römischen Antike rund um das Mittelmeer und in den angrenzenden Gebieten. Ihn interessiert, wie die Menschen der Gegenwart mit den historischen Stätten umgehen, was die moderne Zivilisation, was Alterungs- und Verwitterungsprozesse aus den Überresten der Antike machen. In seinen Fotoarbeiten thematisiert Seiland Spannungsfelder zwischen historischem Kapital und zeitgenössischer Vermarktung, musealer Pflege und touristischer (Ab-)Nutzung, zwischen Erhaltung und Zerstörung des antiken Erbes.


Weltstadt oder so …
Brigantium im 1. Jh. n. Chr.

neue Kernausstellung

Thementag Brigantium am Sonntag, 19. Jänner 2020 von 10.00 – 18.00 Uhr mit Vorträge, Workshops, Führungen und Aktionen zur neuen Römer-Ausstellung bei freiem Eintritt.

Weltstadt oder so ... , Illustration: xkopp creative
Weltstadt oder so ... , Illustration: xkopp creative

Ein Forum groß wie ein Fußballfeld, eine Therme, das Handwerks- und Händlerquartier am Bregenzer Tschermakgarten – die öffentlichen und privaten Bauten aus dem Brigantium des 1. Jh. n. Chr. beflügeln die Fantasie. War Bregenz zur Römerzeit eine Stadt? Der eindeutige Beweis fehlt. Nach der vielgelobten Ausstellung Römer oder so ... geht es in Weltstadt oder so ... um das Zusammenleben in Brigantium. Wer nutzte diesen Ort? Wer lebte hier? Gab es eine Verwaltung, ein Steuer- und Sozialwesen? Wie war das wirtschaftliche und religiöse Leben organisiert? Auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und archäologischer Funde lädt die Ausstellung ein, gut informiert über Brigantium, seine Bewohner und Besucher zu spekulieren.